Gewöhnliche Schuppenwurz

Gewöhnliche Schuppenwurz

Die Gewöhnliche Schuppenwurz (Lathraea squamaria) gehört zur Gattung der Schuppenwurze in der Familie der Sommerwurzgewächse. Diese krautige und beinahe chlorophylfreie Schmarotzerpflanze bildet oberirdisch einen bis zu 30 Zentimeter langen Spross aus. Die Blüten der Gewöhnlichen Schuppenwurz sind trüb rosa bis violett und in Form einer Traube angeordnet.
Ein großer Teil der Pflanze befindet sich im Boden. Unterirdisch bildet die Gewöhnliche Schuppenwurz ein Rhizom aus, das eine Länge von bis zu zwei Metern und ein Gewicht von bis zu fünf Kilogramm erreichen kann. Dieses Rhizom ist mit zahlreichen fleischig wirkenden Schuppen besetzt, die wie umgewandelte Niederblättchen mit Speicherfunktion wirken. Zudem befinden sich am Rhizom kleine Saugorgane, mit denen die Gewöhnliche Schuppenwurz in das Gewebe von benachbarten Bäumen und Pflanzen eindringen kann, um sich von deren Saft zu ernähren. Da die zu Wasserverdunstung fehlenden Blätter bei der Gewöhnlichen Schuppenwurz fehlen, verfügt die Pflanze über spezielle Wasserdrüsen (Hydathoden), die das Wasserverhältnis zwischen dem Wirt und der Pflanze im Gleichgewicht halten.
Man findet die Gewöhnliche Schuppenwurz in den Monaten März und April, wenn die Wirtsbäume und Pflanzen mit ihrem Wassertransport beginnen. Die Blühreife der Gewöhnlichen Schuppenwurz wird allerdings erst nach rund zehn Jahren erreicht. In Deutschland findet man sie recht gestreut, teilweise kommt sie auch in anderen Teilen Europas und West-Asiens vor.

Textautor: Daniel Deppe
Bildautor: Gabriele Deppe
Beratung: Gabriele Deppe




Gewöhnliche Schuppenwurz