Hochbeet | heimische-wildpflanzen.de

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Das Hochbeet – Gartentrend mit vielen Vorzügen

Seit einigen Jahren hält eine neue Form der Beetgestaltung in den Nutzgärten Einzug: Das Hochbeet findet auf Grund seiner vielen Vorzüge immer mehr Anklang. Zwar gibt es Bausätze aus verschiedenen Materialen zu kaufen, mit etwas Geschick kommt der Gartenfreund jedoch auch kostengünstiger zu einem Hochbeet.




Ertragreich und bedienungsfreundlich

Welche Vorzüge sind es, die ein Hochbeet so interessant machen? Einerseits ist es sicher die durch den besonderen Aufbau und das „Füllmaterial“ bedingte gute und auch frühere Gemüseernte, die durch die so geschaffenen günstigeren Bedingungen zu Stande kommt. Andererseits spricht auch für das Hochbeet, dass vor allem die Bearbeitung desselben auch für Menschen mit Rückenbeschwerden und ältere Gartenfreunde um ein Vielfaches vereinfacht und angenehmer ist. Nicht umsonst wird auch in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen oft eine Anlage mit Hochbeeten als so genannter „Therapiegarten“ für Senioren und behinderte Menschen gestaltet, in dem sie ohne große Anstrengungen gärtnerisch tätig sein können.

Viele Möglichkeiten der Materialwahl

Auf dem Markt werden Bausätze aus Kunststoff, Metall und Holz angeboten. Auch in Steingabionen-Ausführung sind Hochbeete erhältlich. So steht ein Hochbeet rasch zur Verfügung, jedoch muss dafür etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden. Mit etwas Geschick kann sich der Gartenbesitzer auch ein Hochbeet selber bauen. Anleitungen findet man im Internet, in Garten- und Heimwerkerzeitschriften oder durch direkte Tipps von jemandem, der bereits ein selbst gebautes Hochbeet sein Eigen nennt. Als Holz eignet sich vor allem Lärchenholz oder druckimprägniertes Holz. Es empfiehlt sich, die Innenwände noch zusätzlich mit Teichfolie auszukleiden. Bei richtiger Anlage haben auch ungeliebte Besucher wie Wühlmäuse und Schnecken keine Chance, sich im Hochbeet einzunisten. Gegen das Eindringen von Schnecken gibt es die Möglichkeit, einen so genannten Schneckenschutz in Form von speziellen Leisten anzubringen.




Auf die Befüllung kommt es an

Als Erstes hebt man eine etwa 30 cm tiefe Grube in jener Größe aus, für die das Hochbeet konzipiert wird. Bei der Größe achtet man darauf, dass man von allen Seiten bequem bis zur Mitte des Beetes reichen und es so bearbeiten kann. In die Grube legt man zum Schutz vor Wühlmäusen und Maulwürfen engmaschiges Drahtgitter. Nun kann das gekaufte oder selbst gefertigte Hochbeet aufgebaut werden. Als unterste Schicht füllt man groben Baum- oder Strauchschnitt in das Beet, den man noch zusätzlich mit umgedrehten Grassoden abdeckt. So wird das Durchrieseln des weiteren Schüttmaterials vermieden. Als nächste Schicht folgen Laub, klein gehäckselter Strauchschnitt, Staudenreste und Grünabfälle. Nun kommen Gartenerde, Kompost und Blumenerde darüber. Die jeweiligen Schichten sollen ungefähr 25 bis 40 cm hoch sein und hängen von der endgültigen Höhe des Hochbeetes ab. Nach 5 bis 6 Jahren empfiehlt es sich, die Hochbeeterde komplett auszutauschen, da dann die Nährstoffe aufgebraucht sind.

Pflanzenvielfalt auf kleinem Raum

Nun kann das Hochbeet bepflanzt werden. Zu beachten ist, dass die Erde in so einem Beet im ersten Jahr besonders viele Nährstoffe abgibt und daher mit starkzehrenden Pflanzen wie Gurken, Zucchini, Tomaten, Lauch, Sellerie und Kohlrabi bepflanzt werden soll. Dadurch werden Nitratanreicherungen vermieden. Im zweiten Jahr können auch Mittelzehrer wie Radieschen, Rettich, Porree, Zwiebeln und Eissalat angepflanzt werden. Erst ab dem dritten Jahr empfiehlt sich der Anbau von schwachzehrenden Gemüsesorten wie Gartenkresse, Feldsalat, einjährige Kräuter, Bohnen und Erbsen. Wenn im dritten Jahr auch Starkzehrer angebaut werden sollen, müssen diese Pflanzen wieder mit etwas Dünger unterstützt werden. Hochbeete können dichter bepflanzt werden als normale Gartenbeete. Für die Randreihen eignen sich besonders Pflanzen, die nach unten ranken können wie Gurken oder Hängeerdbeeren. Auf regelmäßiges und ausreichendes Gießen in den Sommermonaten ist bei Hochbeeten selbstverständlich zu achten. Richtig angelegt macht ein Hochbeet viel Freude. Ein Hoch dem Hochbeet und seinen vielen Vorzügen!

Textautor: Daniel Deppe
Bildautor: Daniel Deppe
Beratung: Gabriele Deppe