Gefingerter Lerchensporn

Gefingerter Lerchensporn

Der Gefingerte Lerchensporn (Corydalis cara) ist auch unter den Namen „Vollwurz-Lerchensporn“ oder „Fester Lerchensporn“ bekannt. Er gliedert sich an die Familie der Erdrauchgewächse (Fumarioideae) an und ist in ganz Europa und Westasien zu Hause. Allerdings findet man ihn heute nur noch recht selten, daher gehört er in Deutschland zu den geschützen Pflanzen.
Der Gefingerte Lerchensporn ist eine krautige Pflanze mit einem kahlen und geraden Stängel. Die normale Wuchshöhe liegt zwischen zehn und 20 Zentimetern, kann bisweilen aber auch 30 Zentimeter erreichen.
Am Grunde des langen Stängels findet sich ein schuppiges Niederblatt, die Laubblätter sind blau-grün und von drei eingeschnittenen Teilblättchen gekennzeichnet.
Der Blütenstand des Gefingerten Lerchensporns enthält bis zu 15 eng aneinanderliegende Blüten, deren ovale Form durch mehrere Einschnitte in fingerförmige Zipfel geteilt sind. Diesem Merkmal hat die Pflanze ihren Namen zu verdanken.
Wenn der Gefingerte Lerchensporn zum ersten mal blüht sind in der Regel mehrere Jahre vergangen. Die Blütenbestäubung übernehmen Insekten. Vertreter mit langen Rüsseln können direkt an den Nektar gelangen, Insekten mit kurzen Rüsseln, wie die Hummel, beißen sich ihren Weg zum Nektar einfach frei.
Den Gefingerten Lerchensporn findet man in Mittel- und Nordeuropa überall dort, wo der Boden feucht und leicht kalkhaltig ist. Er liebt besonders halbschattige Standorte und ist daher oftmals in lichten Laubwäldern oder an Waldrändern anzutreffen. In Großen Teilen Deutschlands gilt der Gefingerte Lerchensporn als ungefährdet, in Niedersachsen und Sachsen allerdings steht diese Art bereits auf der Roten Liste.

Textautor: Daniel Deppe
Bildautor: Daniel Deppe
Beratung: Gabriele Deppe




Gefingerter Lerchensporn