Schneeglöckchen | heimische-wildpflanzen.de

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Das Schneeglöckchen (Galanthus) bildet eine Pflanzengattung und gehört zur Familie der Amaryllisgewächse. Sein botanischer Name setzt sich aus den übersetzten Wörtern Milch und Blüte zusammen, wonach man in manchen Gegenden Deutschlands auch Milchblume, Hübsches Februar-Mädchen, Lichtmess-Glöckchen, Marienkerzen oder Schneedurchstecher sagt.
Das Schnellglöckchen ist eine mehrjährige Pflanze, die über eine Zwiebel zur Überwinterung verfügt. Durch eben diese Zwiebel ist die Pflanze in der Lage, so genannte Biowärme von ca. 8-10°C zu produzieren und kann somit aufliegenden Schnee zum Schmelzen bringen.
Das Schneeglöckchen verfügt in der Regel über zwei parallelnervige Laubblätter (ganz selten sind es auch drei). Der Blütenstand mit einem langen Blütenschaft und immer nur einer Blüte entspringt zwischen den Laubblättern. Da der Blütenstiel recht schwach ist, hängen die Blüten herunter und „nicken“.
Das Schneeglöckchen findet man in ganz Europa und auch im südwestlichen Asien. In Nordamerika findet man nur selten verwilderte Arten.
Aus dem Schneeglöckchen lässt sich Galantamin gewinnen, das zur Behandlung von Demenz verwendet wird. Die Pflanze an sich (vor allem die Knolle) sind jedoch giftig. Es kann bei Verzehr zu Übelkeit, Erbrechen und starken Kreislaufstörungen kommen.

Textautor: Daniel Deppe
Bildautor: Daniel Deppe
Beratung: Gabriele Deppe




Schneeglöckchen