Vierblättrige Einbeere

Vierblättrige Einbeere

Die Vierblättrige Einbeere (Paris quadrifolia) ist eine giftige Pflanze und gehört zur Familie der Germergewächse. Der Name der Vierblättrigen Einbeere leitet sich aus dem lateinischen ab, man kennt sie ferner unter den Namen Augenkraut, Blatternblat, Fuchsauge, Fuchstrauben oder Kreuzkraut.
Die Vierblättrige Einbeere ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 30 Zentimeter erreichen kann. Das Rhizom der Pflanze ist waagerecht und kriechend gelagert – es kann bis zu 14 Jahre alt werden. Vom Rhizom aus werden Laubsprosse ausgebildet, die nach dem Fruchten wieder absterben. An jedem Stängel befinden sich lediglich vier Blätter.
Bei den Blüten der Vierblättrigen Einbeere handelt es sich um Pollen-Scheibenblumen. Auffallend sind die glänzend schwarzen Fruchtknoten. Durch dieses besondere Erscheinungsbild werden vor allem Fliegen getäuscht – sie glauben, es handle sich um Fleisch. Auf diese Weise erfolgt die Befruchtung der Pflanze.
Die Früchte schließlich sind blauschwarze an Heidelbeeren erinnernde Beeren. Reif sind die Früchte der Vierblättrigen Einbeere zwischen Juli und September.
Man kann die Pflanze häufig an krautreichen Eichen- oder Buchenwäldern finden, grundsätzlich liebt sie feuchte und nährstoffreiche Böden.

Bei der Vierblättrigen Einbeere ist Vorsicht geboten, da es sich um eine sehr giftige Pflanze handelt. Schon der Verzehr einiger weniger Beeren kann zu Brechreiz und Magenkrämpfen führen. In schlimmen Fällen kann sogar durch Atemlähmung der Tod eintreten.
In früheren Zeiten wurde die Pflanze dennoch medizinisch verwendet. Man verwendete sie vor allem als Mittel gegen ansteckende Krankheit. Aus diesem Grund trägt sie auch den Namen „Pestbeere“.

Textautor: Daniel Deppe
Bildautor: Daniel Deppe
Beratung: Gabriele Deppe




Vierblättrige Einbeere